Beste Reisezeit für Indonesien
Indonesien ist kein Land, sondern ein Universum aus Inseln. Über 17.000 Eilande erstrecken sich zwischen Asien und Australien, von rauchenden Vulkanen auf Java über dichten Regenwald auf Sumatra und Borneo bis zu Korallenriffen, die in Raja Ampat wie flüssige Farben leuchten. Entsprechend vielfältig sind auch Klima und Reisebedingungen.
Grundsätzlich unterscheidet Indonesien zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit und die Regenzeit. Doch jede Region hat ihren eigenen Rhythmus. Während auf Bali perfektes Strandwetter herrscht, kann es auf Sumatra regnen – und während in Flores die Savanne golden leuchtet, steht Kalimantan im satten Dschungelgrün. Wer diese Unterschiede kennt, kann Indonesien fast das ganze Jahr über ideal bereisen.


Trockenzeit (Mai bis Oktober)
Die klassische Reisezeit
Diese Monate gelten für viele Regionen als beste Reisezeit für Indonesien. Auf Bali, Java, Flores und Sumba herrschen nun sonnige Tage, geringe Luftfeuchtigkeit und ideale Bedingungen für Rundreisen, Tempelbesuche, Wanderungen und Badeaufenthalte. Vulkantouren auf Java, Reisterrassen auf Bali oder Inselhopping im Komodo-Nationalpark lassen sich jetzt besonders gut kombinieren.
Auch Sulawesi zeigt sich in dieser Zeit von seiner besten Seite – ideal für kulturelle Entdeckungen im Toraja-Land und für Tauchgänge rund um Bunaken.
In Raja Ampat beginnt ebenfalls eine hervorragende Phase: ruhige See, klare Sicht unter Wasser und perfekte Bedingungen für Schnorchel- und Taucherlebnisse in einer der artenreichsten Meeresregionen der Welt.
Diese Monate eignen sich perfekt für klassische Indonesien Rundreisen mit Fokus auf Kultur, Natur und Strand.
Übergangsmonate (April & November)
Sanfte Farben, weniger Trubel
Die Übergangszeiten zwischen Trocken- und Regenzeit bieten oft überraschend gute Reisebedingungen. Die Landschaft ist frisch, die Natur leuchtet, und es sind deutlich weniger Reisende unterwegs.
Auf Bali, Java und Flores herrschen häufig sonnige Tage mit nur kurzen Schauern. Auch Sumatra und Kalimantan lassen sich in diesen Monaten gut bereisen, besonders für Naturfreunde, die Regenwald, Flüsse und Tierbeobachtungen erleben möchten. Orang-Utans in Bukit Lawang oder im Tanjung-Puting-Nationalpark zeigen sich nun in besonders lebendiger Umgebung.
Diese Zeit ist ideal für Individualreisende, Fotografen und alle, die Indonesien etwas ruhiger erleben möchten.


Regenzeit (Dezember bis März)
Grünes Indonesien
In der Regenzeit bringt Indonesien seine tropische Seele zum Vorschein. Kräftige, meist kurze Schauer lassen den Dschungel dampfen, Flüsse anschwellen und Reisterrassen in sattem Grün leuchten.
Auf Bali und Java bleibt das Reisen gut möglich, vor allem für Kultur- und Genussreisen. Tempel, Städte und Hochlandregionen zeigen sich jetzt besonders atmosphärisch. Sumatra und Kalimantan entfalten ihre ganze Urkraft: Regenwald, Nebel, Tierstimmen und üppige Vegetation schaffen eine fast mystische Kulisse für Naturerlebnisse.
Für Raja Ampat ist diese Zeit weniger geeignet, da die See unruhiger sein kann. Die beste Reisezeit dort liegt klar zwischen Oktober und April.
Diese Monate sprechen vor allem Entdecker an, die das ursprüngliche Indonesien suchen und sich von tropischem Wetter nicht abschrecken lassen.
Wo Inseln zu Geschichten werden
Indonesien ist ein Archipel der Möglichkeiten. Ein Morgen auf Java, an dem ein Vulkan im ersten Licht raucht. Ein Nachmittag auf Bali, an dem Räucherstäbchen durch Tempelhöfe ziehen. Ein Abend auf Sumba, wenn die Sonne Savannen in Kupfer taucht. Und irgendwo auf Raja Ampat gleitet ein Mantarochen durch Wasser, das klarer scheint als Luft. Hier ist jede Insel ein eigenes Kapitel.















